Kurzantwort: Die Kosten für Facility Management hängen von Objektgröße, Leistungsumfang und Frequenz ab. Für ein 20-Parteien-Haus liegen die Gesamtkosten typischerweise bei 800–1.500 € netto pro Monat. Es gibt drei gängige Kostenmodelle: Stundenabrechnung, Festpreis und Hybrid.
Kurzgefasst: Facility Management Kosten transparent erklärt.
Drei Kostenmodelle im direkten Vergleich — mit Vor- und Nachteilen
Sechs Faktoren, die den Preis bestimmen
Konkretes Rechenbeispiel für ein 20-Parteien-Mehrfamilienhaus
Warum der günstigste Anbieter selten der wirtschaftlichste ist
Welche Kostenmodelle gibt es im Facility Management?
Kurzantwort: Stundenabrechnung, monatlicher Festpreis und Hybridmodell — jedes mit eigenen Vor- und Nachteilen für Hausverwaltungen und WEGs.
Modell 1: Stundenabrechnung (28–45 € netto/Stunde)
Der Dienstleister rechnet geleistete Stunden ab. Flexibel bei schwankendem Bedarf, aber ohne Planbarkeit. Sie wissen erst am Monatsende, was Sie zahlen. Und es gibt keinen Anreiz für effizientes Arbeiten.
Modell 2: Festpreis pro Monat
Ein fixer Betrag für ein definiertes Leistungspaket. Die beste Lösung für Hausverwaltungen, die Betriebskosten zuverlässig kalkulieren müssen. Keine Diskussionen über Stunden, keine Überraschungen. Sonderwünsche kosten extra — aber das ist transparent vereinbart.
Modell 3: Hybridmodell
Fester Grundpreis für Regelleistungen plus Stundenabrechnung für Sonderaufträge. Kombiniert Planbarkeit mit Flexibilität. Die Abrechnung ist komplexer, und Grenzfälle zwischen Regel- und Sonderleistung führen gelegentlich zu Diskussionen.
Welche Faktoren bestimmen den Preis?
Kurzantwort: Objektgröße, Leistungsumfang, Frequenz, Lage, Gebäudezustand und saisonale Zusatzleistungen wie Winterdienst.
Objektgröße: Quadratmeter Nutzfläche, Anzahl Wohneinheiten, Stockwerke
Leistungsumfang: Nur Reinigung? Oder auch Hausmeister, Winterdienst, Grünpflege?
Frequenz: Tägliche Reinigung kostet mehr als wöchentliche
Lage: Innenstadtlagen mit schwieriger Parksituation bedeuten mehr Zeitaufwand
Gebäudezustand: Ältere Gebäude mit vielen Ecken und Winkeln brauchen mehr Zeit
Saisonale Leistungen: Winterdienst und Laubentsorgung sind saisonale Zusatzposten
Was kostet Facility Management konkret? Rechenbeispiel
Kurzantwort: Für ein typisches 20-Parteien-Mehrfamilienhaus mit Full-Service-Paket liegen die Kosten bei 800–1.500 € netto pro Monat.
Ein Bestandsobjekt mit 20 Wohneinheiten, 4 Stockwerken, Aufzug, Tiefgarage und Außenanlagen:
Treppenhausreinigung (1x wöchentlich): 280–400 €/Monat
Hausmeisterservice (1x wöchentlich Kontrollgang + Kleinreparaturen): 250–400 €/Monat
Grünpflege (April–Oktober, 2x monatlich): 150–250 €/Monat
Winterdienst (November–März, Bereitschaft): 200–350 €/Monat
Das entspricht 40–75 € pro Wohneinheit pro Monat — umlegbar auf die Betriebskostenabrechnung nach § 2 BetrKV.
Warum ist der günstigste Anbieter selten der beste?
Kurzantwort: Weil Billiganbieter bei Personal, Dokumentation und Erreichbarkeit sparen — und das kostet Sie als Hausverwaltung am Ende mehr.
Wechselndes Personal: Neue Reinigungskräfte müssen jedes Mal eingearbeitet werden — Qualitätsschwankungen und Ihr Zeitaufwand steigen
Keine Dokumentation: Ohne Fotoprotokolle können Sie bei Beschwerden nichts nachweisen
Versteckte Kosten: Anfahrtspauschalen, Materialzuschläge, Sondereinsätze — ein vermeintlich günstiger Preis wird schnell teuer
Worauf sollte man bei Angeboten achten?
Kurzantwort: Detailliertes Leistungsverzeichnis, alle Kosten inklusive, feste Ansprechpartner, digitale Dokumentation und faire Kündigungsfristen.
Ist ein detailliertes Leistungsverzeichnis enthalten?
Sind alle Kosten inklusive (Material, Anfahrt, Entsorgung)?
Gibt es feste Ansprechpartner oder wechselndes Personal?
Ist digitale Dokumentation Standard oder Aufpreis?
Wie sind die Kündigungsfristen?
Häufige Fragen
Sind Facility-Management-Kosten umlagefähig?
Ja. Reinigung, Hausmeisterservice, Winterdienst und Grünpflege sind nach § 2 BetrKV umlagefähige Betriebskosten. Sie können sie in der Nebenkostenabrechnung an Mieter weitergeben.
Wie bekomme ich ein Angebot?
In der Regel nach einer kostenlosen Begehung Ihres Objekts. Der Dienstleister analysiert Flächen, Zustand und Ihre Anforderungen und erstellt ein individuelles Angebot. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Begehung.
Ist Festpreis oder Stundenabrechnung besser?
Für die meisten Hausverwaltungen ist ein Festpreis-Modell die bessere Lösung — weil es Planbarkeit schafft und Diskussionen über Stunden überflüssig macht. Stundenabrechnung eignet sich nur bei stark schwankendem Bedarf.
Weiterführende Informationen
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Quellen
Stand: Dezember 2025 | Aktualisiert: 20.12.2025
§ 2 BetrKV — Betriebskostenverordnung (umlagefähige Kosten)
GEFMA Richtlinie 100 — Facility Management Grundlagen
Lünendonk-Studie 2025 — Facility-Management-Markt Deutschland
Über den Autor
KLEEGO Redaktion | Facility Management und Gebäudeservice
Die KLEEGO Redaktion schreibt praxisnahe Ratgeber für Hausverwaltungen, WEGs und Eigentümer. Alle Inhalte basieren auf unserer täglichen Erfahrung in der Objektbetreuung.